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Entlastung finden - sich selbst pflegen

Als pflegender Angehöriger ist man vielen Belastungen ausgesetzt und steht jeden Tag vor neuen Herausforderungen.

Während man am Anfang noch viel Betroffenheit und Anteilnahme seitens der Familie, Freunden und Kollegen erfährt, nimmt diese jedoch ab je länger die Pflege dauert. Auch viele Kontakte, die sich im „normalen“ Alltag ganz nebenbei ergeben haben, werden im Pflegealltag rarer. Doch nicht nur die Zeit für Kontakte wird rarer, auch fällt es vielen Außenstehenden schwer, sich mit der Pflegesituation auseinanderzusetzen. Daher kommt es nicht selten vor, dass sich vor allem die pflegenden Angehörigen alleingelassen fühlen und sich daher bewusst zurückziehen. Doch es ist wichtig für die Seele weiterhin Gesellschaft zu suchen und sich nicht alleine mit seinem Kummer auseinanderzusetzen.

Es kann helfen, wenn man etwas Zeit mit Freunden verbringt, die ganz andere Sorgen und Geschichten haben.

So bekommt man Abstand vom Pflegealltag und kann die Seele baumeln lassen und entspannen. Man wird auf ganz andere Gedanken gebracht, gönnt sich Abwechslung und tankt neue Kraft.

Herausfinden, was einem guttut

Entlastung im Pflegealltag zu finden, heißt Entspannung zu suchen. Doch Entspannung lässt sich nicht erzwingen. Wer entspannen will, muss loslassen können. Daher ist es wichtig, herauszufinden, was der eigenen Seele guttut. Wenn man sich erschöpft und kraftlos fühlt, sollte man die Ruhe suchen, um zu entspannen.

Wie wäre es dann mit einem warmen Bad mit einem verwöhnenden Badezusatz oder mal wieder ganz in Ruhe Musik hören und der Fantasie freien Lauf lassen?

Wer sich dagegen eher unruhig fühlt, sollte am besten raus in die Natur gehen und sich sportlich betätigen. Nordic Walking, Joggen oder auch Schwimmen können als Ausgleich dienen.

Austausch mit anderen pflegende Angehörigen suchen

Wer versteht die Situation eines pflegenden Angehörigen besser als jemand, der die gleichen Erfahrungen macht oder gemacht hat? Der Austausch mit anderen Betroffenen hilft, dass man sich nicht mehr alleingelassen fühlt. Darüber hinaus erhält man oft wichtige Tipps und Informationen. Auch befreit es die Seele, wenn man die Sorgen und Ängste ausspricht. Gerade zu Beginn der Pflegezeit sollte man schon Kontakt zu anderen pflegenden Angehörigen suchen. Denn so lassen sich viele Anfängerfehler vermeiden und man spart dank der Tipps meist Zeit und auch Geld.

Für einen schnellen und unkomplizierten Austausch...

... könnt ihr auf pflege.pro zum einen unser Forum nutzen. Habt ihr konkrete Fragen zu einem Thema, könnt ihr diese gerne stellen. Die Pflegelotsen und andere pflegende Angehörige helfen euch dabei, das Problem schnell zu lösen.

Doch es gibt eine weitere Möglichkeit: die Gruppen!

Ihr könnt eure eigenen Gruppe zu dem Thema, was euch besonders bewegt, gründen.

Ihr wollt vielleicht Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen, dann werdet Mitglied in einer bereits bestehenden Gruppe? Oder sucht ihr vielleicht gezielt pflegende Angehörige in eurer Region? Dann könnt ihr eine eigene Gruppe zu diesem Thema gründen und so Mitglieder aus eurer Region ansprechen!

Bild: © Kzenon / stock.adobe.com