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Kommentar zum SZ Artikel "Situation in der Pflege verschärft sich"

Nur wer brüllt, ist noch lange kein Löwe​

von Martina Rosenberg

Die Überschrift der Süddeutschen könnte auch heißen "Nicht alles ist schlecht in der Pflege", denn tatsächlich ist auch einiges besser geworden. Aber aus irgendeinem Grund, tun sich die Medien schwer, Gutes im Zusammenhang der Pflege zu berichten. Gut ist zum Bespiel der Rückgang der künstlichen Ernährung in den Heimen sowie die "freiheitsentziehenden Maßnahmen", deren Anzahl der betroffenen Heimbewohner von 12 auf 9 Prozent gefallen ist. Hierzu gehören übrigens nicht nur der Gebrauch von Bettgittern oder Bauchgurten, sondern auch bewusstseinsdämpfende Medikamente, wie Schlafmittel oder Psychopharmaka, die ohne medizinische Notwendigkeit eingesetzt werden. Der gesunkene Einsatz der freiheitsentziehenden Maßnahmen bedeutet,...