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Es sind viele Situationen denkbar, in denen Senioren, die allein und völlig selbständig ihren Haushalt bewältigen und nicht ständig von Familienangehörigen oder Pflegepersonal umgeben sind, in Notfälle geraten, die es ihnen nicht mehr ermöglicht, per Festnetztelefon oder per Smartphone Hilfe herbeizuholen.

Beispielsweise kann durch
Sturz, Herzinfarkt oder Schlaganfall eine Notsituation entstehen.

Eine Alarmierung des öffentlichen Notrufs mit Übermittlung der Adresse und Art des Notfalls ist dann meist nicht mehr möglich.

Hilfe wird sofort alarmiert

Das umständliche Anrufen bei der öffentlichen Notrufzentrale und die Adressenübermittlung entfallen bei einem eingerichteten Seniorennotruf.

Es muss lediglich der Alarmknopf am Sender betätigt werden, der sich immer am Körper befindet, meist an einem Armband oder einer Halskette.

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Der aktivierte SOS-Notrufknopf alarmiert per Funk die Basisstation im Haus, die den eigentlichen Notruf in der Zentrale auslöst, die bei der Einrichtung des System selbst gewählt werden muss.

Die Zentrale, die rund um die Uhr besetzt sein muss, reagiert dann nach festgelegter Reihenfolge:

  1. Falls alle Kontaktversuche zum Senior und zu angegebenen Angehörigen (Familie, Nachbarn, Freunde) fehlschlagen, alarmiert die Zentrale gezielt den Rettungswagen.
  2. Adresse, Anfahrtsweg und relevante Gesundheitsdaten sind in der Zentrale bereits gespeichert und werden an die Notfallcrew übermittelt.

Falls der gleiche Schutz auch außerhalb des Hauses gewünscht wird, gibt es Notrufsystem, die mit Mobilfunk funktionieren. So ist der Träger auch bei einem Spaziergang, beim Einkaufen oder auf dem Weg zum Arzt gesichert.

  • Der Seniorennotruf bietet objektiv einen großen Schritt zu mehr Sicherheit.
  • Zusätzlich erhöht er das subjektive Sicherheitsgefühl der Betroffenen und entlastet Angehörige oder Pflegepersonal während ihrer Abwesenheit.

Das richtige Seniorennotrufsystem und eine zuverlässige Zentrale wählen

Besonders wichtig ist die Zuverlässigkeit der Notrufzentrale. Die Stiftung Warentest stellt hierzu eine Liste mit zuverlässigen Anbietern auch online zur Verfügung.

Hilfreich ist es, sich vor der Installation des Notrufs mehrere Angebote geben zu lassen, weil die meisten Anbieter neben der reinen Alarmfunktion weitere nützliche – meist gebührenpflichtige - Zusatzfunktionen anbieten.

Beispielsweise kann vereinbart werden, dass der Senior einmal täglich über einen „Ich bin o. k.“ Knopf meldet, dass es ihm gut geht.

  • Falls diese Rückmeldung ausbleibt, versucht die Zentrale ihrerseits Kontakt aufzunehmen.
  • Darüber hinaus werden eine Reihe technischer Möglichkeiten angeboten wie die automatische Sturzerkennung und ähnliches.

Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse?

Die gesetzliche Pflegekasse leistet bei anerkannter Pflegebedürftigkeit ab der Stufe 0 bzw. ab Pflegegrad 1 für die Anschlussgebühr einen Zuschuss in Höhe von 10,49 € und für die monatlichen Gebühren einen Zuschuss von 18,36 €.

Voraussetzung dafür ist, dass der Senior die meiste Zeit des Tages auf sich allein angewiesen ist. Die meisten Anbieter bleiben mit ihren Basistarifen innerhalb der Zuschussgrenzen, sodass lediglich Kosten für vereinbarte etwaige Zusatzdienstleistungen entstehen.

Was Ihnen der Seniorennotruf bietet

Die Einrichtung eines Seniorennotrufs als häuslicher oder mobiler Notruf bietet folgende Vorteile:

  • Der Senior betätigt bei einem Notfall lediglich den Notrufknopf, den er am Körper trägt.
  • Die Notwendigkeit der Durchgabe von Name, Adresse, Vorerkrankungen an die öffentliche Notrufzentrale entfällt, alle Daten sind dort bereits hinterlegt.
  • Die objektive und subjektive Sicherheit des Seniors wird erhöht und Angehörige und Pflegepersonal werden entlastet.
  • Hilfe kann in schnellstmöglicher Zeit gerufen werden.

Bild: © monkey business/ stock.adobe.com